Projekt X Casemod – Teil 6

Mainboard, Luft und SSD

Der Urlaub ist vorbei und es geht mal wieder weiter. Als Grundlage für ein vernünftiges PC-System, bedarf es einer Hauptplatine mit allen nur erdenklichen Schnittstellen und Features. Für ein solches Brett benötigt man eine brauchbare Unterlage bzw. Befestigung. Es gibt nichts schlimmeres wenn beim Speichereinbau das Gefühl auftaucht, dass das Mainboard gleich durchbricht oder beim Einbau des Prozessorkühlers der CPU-Sockel aus dem Brett bröselt. Der Mainboardschlitten ist nun auch fertig zu geschnitten, lackiert und mit Gewindebohrung für Kühlsysteme versehen.

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Damit die PCIe Erweiterungen wie Grafikkarten etc. besser im Slot und bombenfest sitzen, müssen die Mainboard Distanzbolzen mittels Kunststoffringe um einen Millimeter weiter raus.

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Ein Satz Mainboard-Distanzbolzen wurde geköpft und dient als Mutter für die Mainboard Befestigung auf der Rückseite des Schlittens. Sich mitdrehende Mainboardverschraubungen sind grauenvoll und jetzt unmöglich.

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Die Backplate des CPU-Kühlers wurde nicht wie erwartet am Mainboard, sondern am Schlitten befestigt.

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M3 Flanschschrauben aus VA Stahl sorgen für den nötigen Halt des CPU-Kühlers

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Noch die Flanschmuttern, Muttern mit Sicherungsring und Kunsstoffscheibe und fertig ist die Kühlerhalterung. Die Kunsstoffscheiben sorgen dafür, dass das PCB bei zu festem Anschrauben des Kühlers nicht bricht.

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Die Mainboardstrippen können dank des Ausschnitts beim Ausklappen des Schlittens angekabelt bleiben.

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Jetzt kann man auf dem Mainboard gefahrlos basteln ohne das es durch biegt, und jeden noch so massiven oder schwer zu befestigenden Kühler-Monstrum oder Wasserblock trotzen.

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Die Rückseite des CPU-Sockels bekommt jetzt ebenfalls Luft.

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Leise ist schön, aber bei extremer Last wird dem Werkspropeller wohl die Puste ausgehen.

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DARK ROCK 3 190Watt TDP

 

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Die vier bis sechspoligen lüfter mit PWM-Adapter sind ohnehin nicht meine Welt, da diese eine recht hohe Startspannung von 6-7Volt haben und sich schlecht regeln lassen. Also runter mit dem Ding…..

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…….und ein Paar anständige Geräte mit 180 qm³/h wieder ran. Da die Propellerschaufeln miteinander verbunden sind stehen diese etwas raus. Der hintere Lüfter muss also mit Distanzgummis angebracht werden.

Schwarz vernickelt ist zwar schön, passt aber nicht in meine Kühlung. Um die Kühlleistung zu verbessern musste der Kühler ein saures Bad nehmen.

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JETZT MIT SICHERHEIT MEHR ALS 250 Watt TDP

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Noiseblocker NB-eLoop Fan B14-3

Die beiden liefern jeweils bis zu 180 qm³/h bei 1200 U/min und sind bei 4-5 Volt (ca. 600 U/min) Betriebsspannung in einem Gehäuse nicht wahrnehmbar, Liefern aber bei 1200 U/min extremen Luftdruck, und die Lautheit hält sich gegenüber einer Wasserpumpe in Grenzen. Die Startspannung der Propeller liegt unter 4Volt (Scheiss auf PWM).

Ich denke dass man sich mit einer gepimpten CPU (Die-Cover mit Flüssigmetall), entsprechender Kühlerpaste (Coolermaster Master Gel Maker 11w/m.k) und einem gepimpten Kühler, ganz bequem der 5 Ghz Marke nähern kann ohne die CPU zu grillen.

Um der Grafikkarte mehr leise Luft zu verschaffen kommen noch die gesammelten Werke von BeQuiet vom Typ Silent Wings2 140mm in den Boden des Gehäuses. Dazu müssen zunächst Meschgitter und Distanzstücke in den Boden montiert werden.

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Die Distanzhülsen aus Stahl sorgen für den nötigen Platz der Power/Reset Taster/LED Stecker am Mainboard.

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Jetzt wirds kuschelig im Gehäuse.

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Die Meshgitter von LianLi PT-AF-14 1B  sind aus Stahl und sehr gut verarbeitet.

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Die Nylon Staubfänger von Silverstone SST-FF143B passen auch hier.

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Auch die Lüfter in der Front sind mit diesen Staubfängern ausgerüstet.

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so Feierabend……..

…………..Es geht mal wieder weiter.

SATA eignet sich anscheinend nur noch für rundes mit 12cm Durchmesser und Loch in der Mitte sowie Datengräber und dessen Backup. PCI Express mit einem Protokoll namens NVMe löst die, in die Jahre gekommene SATA Schnittstelle ab. Die PCI Express SSD Dosen & Stäbchen erreichen enorme Geschwindigkeiten.

Der 2,5″ SSD Datenträger mit SFF-8369 Anschluß braucht noch einen Wechselrahmen.  Die Schnittstelle ist für den permanenten Wechsel (Hot Swap) nicht geeignet, sie dient in diesem Fall auch nur dem gelegentlichen  Austausch (Hot Plug). Ausserdem braucht die Beleuchtung noch einen Schalter.

Benötigt werden:

  • Schrumpfschlauch 3 & 5mm
  • Gedöns wie Kunststoffringe, Kabelschuhe und Kabelbinder
  • Molexstecker 3 & 4 Pin
  • Phobya Ring-LED beleuchteter Vandalismus Schalter rastend
  • SAS-Wechselrahmen ICY Dock MB991IK-B mit Mini SAS-Anschluß
  • SFF-8369 Kabel mit U.2 Anschluß am anderen Ende
  • Chenbro SK 41202 Einbaurahmen

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Auf Wiedersehen SAS Anschluß.

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Jetzt ist Platz für den SFF 8369 Stecker.

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Der äussere Rahmen muß noch eingeschnitten und gebogen werden.

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Jetzt noch den SFF 8369 Stecker am Rahmen befestigen. Die 15mm dicken 2,5″ NVMe SSDs passen nur in Rahmen für SAS Platten.

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Der erste NVMe SSD Wechselrahmen  ist geboren!!

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Funzt wie ´ne Eins.

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Erstmal einen Plan für den Schalter und dessen Beleuchtung.

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Nun muß das Zeug nur noch in den 5,25″ Schacht.

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Der Schalter wurde mit 16mm Gewinde ins Gehäuse gedreht

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und die Stecker befestigt.

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Nun noch Laufwerk mit Mini Sata-Adapter rein und fertig is.

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Platzsparender kann man BluRay-Brenner NVMe Wechsel- Datenschleuder und Discoschalter nicht unterbringen.

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Die Hardware trudelt nun nach und nach ein und wird in den nächsten Tagen verbaut. Bis bald………

 

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