Projekt X Casemod – Teil 5

Licht und Luft

Es geht mal wieder weiter:

Die Schleiferei hat nun endlich ein Ende, und die Lackschichten sind nun aufgetragen. Wegen der besseren Deckung wurde nach dem Grundieren eine weitere Schicht in matt schwarz aufgetragen. Der Decklack besteht aus zwei Schichten ACRYL-LACK in Tiefschwarz glänzend. Die zweite Schicht sollte großzügig aufgetragen werden um Unebenheiten auszugleichen. Der Klarlack hingegen sollte die unteren Lackschichten nicht angreifen und auf Wasserbasis sein. Ein solcher Klarlack braucht ca. eine Woche um absolut auszuhärten. Der Klarlack ist dafür auch Kratz und Stoßfest. Die jeweils zweite Schicht wurde nach 2-3 Minuten aufgetragen (weniger Tropfenbildung).

NOCH EIN TIPP AN DOSEN-JUNKIES:

Ihr solltet mindestens 20cm Sprühabstand halten da sonst die Treibmittel in der Lackschicht kondensieren und wie Lösemittel agieren.

Der Deckel kann nun zusammengebaut werden.

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Die Griffe kommen von Rhode Industrie und sind aus schwarz eloxiertem Aluminiumguss mit Griffprofil.

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Passen tut schon mal alles! Jetzt muss noch die Konsole verkabelt werden. Verdammt viele Strippen.

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Und noch mehr Strippen.

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Und so sieht das Prachtstück nun fertig montiert aus:

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Die Arbeit hat sich gelohnt. Der Testlauf war 100%ig, die Schalter haben LED Ringe und leuchten erst wenn sie auf dem Mainboard stecken.

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Die Gehäusefront ist ebenfalls extrem gelungen.

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Zum Glück gibt es LED Platinen mit nur 6mm Breite und viele SMD mit nur 30cm Höhe (damit diese eben in mein Uraltgehäuse passen). Die Leuchtdioden kommen von NANOXIA und heissen RIGID LED und sind in diesem Fall neutralweiss und werden mit 12V betrieben. Um die Leuchtwirkung zu verbessern, habe ich aus einer Abdeckung für eine LED Aluschiene passende Elemente mit einer Feinsäge zugeschnitten (maschinell unmöglich).

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Hier sieht man die Front mit Lüftern, Filtern und Blende.

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Die Filter sind aus dem Hause Silverstone und sind im Gegensatz zu anderen Herstellern tatsächlich magnetisch. Die Lüfter haben so eine Power das man den Strömungsabriss ohne Filter durch das Lochblech hört.

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Und jetzt noch mit Beleuchtung.

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Die Leser dieser Bastel-Seite dürfen durchaus Ihren Senf dazu geben !!!!!

 

Projekt X Casemod – Teil 4

Blech & Lack

Ich habe mal wieder etwas Zeit und Geld zum Basteln. Für die Kabellage muß noch ein Blech her, welches die Kabel brauchbar unterbringt. Schlußendlich werden über 34 Strippen und diverse Doppler im Gehäuse rumhängen.

Im Gehäuse

  • 3x Sata 45cm
  • 8x 3Pin 12V 40cm
  • 3x 3Pin Doppler 20cm
  • 4x Sensorkabel 50cm
  • 1x USB3 intern
  • 1x HD Audio intern (& Verlängerung)
  • 3x Switch (POWER, RESET & Beleuchtung)) 12V Sleeved
  • 2x LED (HDD & Power) 12V Sleeved

vom Netzteil

  • 4x Sata Strom
  • 4x Molex 12V
  • 1x 24PIN MB
  • 2x PCIE 8&6 Pin Graka
  • 1x PCIE 8 Pin MB
  • U.2 Datenkabel

Der Kabelhalter wird aus Lochblech zugeschnitten und neben den Frontlüftern Richtung Mainboard seinen Platz finden. IMG_1450

Die Front vom Gehäuse wird aus einem Stück Lochblech zugeschnitten gekantet.

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Das Blech zu kanten ist auch mit zwei Alu-Profilen und einer hundert Jahre alten Werkbank sowie Hammer und einem Stück Holz etwas prähistorisch aber nicht unmöglich, und das Resultat kann sich sehen lassen. Die Schwierigkeit besteht darin exakt zu messen und in verschiedene Richtungen zu kanten. Und ausserdem die Wölbung zu schneiden und feilen damit der Schieber vorbei passt.

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Und zu guter letzt noch der Schieber, der die Laufwerke verschwinden lässt. Die Silicondose dient nur zum Formen des Bleches. Um das Blech zu fixieren, habe ich ein Gewinde in das Lochblech gedreht und eine Schraube eingelassen. Damit der Schieber auch schliesst, habe ich den Überstand weggeflext. Wichtig: Das Blech muß eine geringere Wölbung haben als der Schieber, damit die Spalten verschwinden. Jetzt passt alles, und nur noch eben die Unebenheiten mit einem weichen Stück Holz und einem Hammer raus schlagen. – fertig –

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Im Chassis müssen noch zwei 14cm Löcher in den Boden geschnitten werden, um einer extremen Grafikkarte etwas frische Luft zukommen zu lassen.

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Nun geht los mit Grundierungsarbeiten. Ein Teil der Bauteile wurde Pulverbeschichtet weil das alte Gehäuse aus Stahlblech besteht.

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Der Laufwerksträger hat jetzt 15mm Löcher, um die Sata Kabel an der Seite raus zu führen, die werden später noch mit Gummikanten versehen. Von unten wurden noch ein paar Löcher für Frischluft für die belüfteten Turbo Swap´s gebohrt.

Und jetzt kommt der unangenehme Teil der Arbeit: schleifen bis der Arzt kommt.

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Nach einem Dutzend Blätter Schleifpapier werden die Teile professionell grundiert.

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Nach einem weiteren Dutzend Schleifpapiere nun der endgültige Lack (Schwarz Glossy) in zwei Schichten.

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Nach noch einem weiteren Haufen 1000er Schleifpapier und Alpträumen vom Schleifen kommt zum Schutz der Kunstharz – Klarlack drauf. Die Ergebnisse werden im nächsten Teil präsentiert.