Projekt X Casemod – Teil 4

Blech & Lack

Ich habe mal wieder etwas Zeit und Geld zum Basteln. Für die Kabellage muß noch ein Blech her, welches die Kabel brauchbar unterbringt. Schlußendlich werden über 34 Strippen und diverse Doppler im Gehäuse rumhängen.

Im Gehäuse

  • 3x Sata 45cm
  • 8x 3Pin 12V 40cm
  • 3x 3Pin Doppler 20cm
  • 4x Sensorkabel 50cm
  • 1x USB3 intern
  • 1x HD Audio intern (& Verlängerung)
  • 3x Switch (POWER, RESET & Beleuchtung)) 12V Sleeved
  • 2x LED (HDD & Power) 12V Sleeved

vom Netzteil

  • 4x Sata Strom
  • 4x Molex 12V
  • 1x 24PIN MB
  • 2x PCIE 8&6 Pin Graka
  • 1x PCIE 8 Pin MB
  • U.2 Datenkabel

Der Kabelhalter wird aus Lochblech zugeschnitten und neben den Frontlüftern Richtung Mainboard seinen Platz finden. IMG_1450

Die Front vom Gehäuse wird aus einem Stück Lochblech zugeschnitten gekantet.

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Das Blech zu kanten ist auch mit zwei Alu-Profilen und einer hundert Jahre alten Werkbank sowie Hammer und einem Stück Holz etwas prähistorisch aber nicht unmöglich, und das Resultat kann sich sehen lassen. Die Schwierigkeit besteht darin exakt zu messen und in verschiedene Richtungen zu kanten. Und ausserdem die Wölbung zu schneiden und feilen damit der Schieber vorbei passt.

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Und zu guter letzt noch der Schieber, der die Laufwerke verschwinden lässt. Die Silicondose dient nur zum Formen des Bleches. Um das Blech zu fixieren, habe ich ein Gewinde in das Lochblech gedreht und eine Schraube eingelassen. Damit der Schieber auch schliesst, habe ich den Überstand weggeflext. Wichtig: Das Blech muß eine geringere Wölbung haben als der Schieber, damit die Spalten verschwinden. Jetzt passt alles, und nur noch eben die Unebenheiten mit einem weichen Stück Holz und einem Hammer raus schlagen. – fertig –

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Im Chassis müssen noch zwei 14cm Löcher in den Boden geschnitten werden, um einer extremen Grafikkarte etwas frische Luft zukommen zu lassen.

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Nun geht los mit Grundierungsarbeiten. Ein Teil der Bauteile wurde Pulverbeschichtet weil das alte Gehäuse aus Stahlblech besteht.

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Der Laufwerksträger hat jetzt 15mm Löcher, um die Sata Kabel an der Seite raus zu führen, die werden später noch mit Gummikanten versehen. Von unten wurden noch ein paar Löcher für Frischluft für die belüfteten Turbo Swap´s gebohrt.

Und jetzt kommt der unangenehme Teil der Arbeit: schleifen bis der Arzt kommt.

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Nach einem Dutzend Blätter Schleifpapier werden die Teile professionell grundiert.

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Nach einem weiteren Dutzend Schleifpapiere nun der endgültige Lack (Schwarz Glossy) in zwei Schichten.

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Nach noch einem weiteren Haufen 1000er Schleifpapier und Alpträumen vom Schleifen kommt zum Schutz der Kunstharz – Klarlack drauf. Die Ergebnisse werden im nächsten Teil präsentiert.

 

Projekt X Casemod – Teil 2

Blecharbeiten

……………..Es geht wieder weiter.

Um für genug Luftdurchfluß zu sorgen, muß die Rückwand dran glauben. Ein rückwärtiger Lüfter ist hier sinnlos und auch der Kamineffekt stellt sich bei dem winzigen Volumen nicht ein. Zudem zwei Lüfter in der Front mit ordentlichem Druck das bisschen Luft aus dem Gehäuse drücken (ca. 180m³/h).

Hier die Versionen: nach erstem Umbau (Couch Potatoe) 2008

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und vor unendlich langer Zeit (2001).

Alter Rechner 4

Bis auf die Mainboardschnittstellen wird das Blech ausgeschnitten und durch Lochblech ersetzt.

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Damals wurden noch zusätzliche (Zweiteilig) Kartenhalter aus Stahl verwendet (beim Heraustrennen gingen einige Trennscheiben drauf) und nicht aus hauchdünnem Blech wie heute.

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Erstmal das Blech zuschneiden. Mit einer Tasse Kaffee weniger gibt es auch eine ruhige Hand (soll ja gerade werden). Material: VA2-Stahl 0,7 mm 2mm. Lochung: RV2-3

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Man muß genau messen und schneiden. Denn verschnippseln wird bei VA2-Stahlblech teuer. Beim Kanten muß der Biegeradius berücksichtigt werden!! Ansonsten von vorne.

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Und noch die Dynavox Standfüße

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Noch ein paar Schnitte für die Kanten, um Verschraubungen zu ermöglichen (Die ehemaligen Nieten werden durch Schrauben ersetzt).

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Das ist mal Präzision mit groben Werkzeugen. Die Front wird ebenfalls zersägt.

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Irgendwie müssen da zwei 140mm Propeller und drei Laufwerke rein.

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Also noch schnell die Front zurecht dremeln und ein Blech zuschneiden.

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Alle Nietenlöcher werden versenkt und mit M3 Senkschrauben und Sicherungsmuttern in flach versehen. Auch die Verschraubungen für das Netzteil sind rausgeflogen. Das Netzteil wird von außen mit einem Rahmen eingesetzt, um zerschnittene Gliedmaßen und abgetrennten Extremitäten bei Eingriffen in das kleine Gehäuse zu verhindern.

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Ich muß jetzt auf das Netzteil warten, um weiter zu machen………

Projekt X Casemod – Teil 1

DIE IDEE

Es ist mal wieder soweit, ein neues Projekt steht an! Alles fing mit der Suche nach einem neuen Gehäuse an und wird nach eingehender Recherche im Netz und diversen Läden mit einem Eigenbau enden. Die einen oder anderen Hersteller haben zwar brauchbare Ansätze in Sachen Praxistauglichkeit und Design, stellen aber keine Endlösung dar.

Nach endloser Recherche im Netz kam endlich ein Produkt in die engere Auswahl und nach einem Besuch im Shop zwecks Begutachtung und Kauf die Ernüchterung. Das Produkt wurde als „Midi-Tower“ betitelt und glich einem Wandschrank. Kein Wunder, dass man eine handvoll Propeller benötigt um die gigantischen Luftmengen zu bewegen.

Also wird die alte „Couch Potatoe“ aus dem vorherigen Projekt herhalten müssen. Von der alten Dose wird nicht viel übrig bleiben. Das Gerät wird mit vielen Features ausgestattet und bekommt eine „geile Optik“. Da dieses Projekt etwas mehr Zeit, Moneten und Muße in Anspruch nehmen wird, werden die Fortschritte nach und nach auf dieser Seite erscheinen.

 

 

Bis bald….

………..Es geht los, zunächst die wichtigsten Utensilien:

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Zuerst wird brauchbares Werkzeug zusammengetragen und der nächste Baumarkt geplündert. Was zunächst benötigt wird:

  • Aushandeln dafür benötigter Freizeit mit der Familie
  • Stichsäge
  • Dremel
  • Gewindeschneider
  • Akkuschrauber/Bohrer
  • div. Schleifer
  • Stahlprofile (zum Kanten)

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  • Erstmal in eine Computerbude und ein billiges Gehäuse kaufen.
  • Die Hardware umschrauben, damit das alte Gehäuse frei wird.
  • Im Anschluß wird die alte Dose zerlegt und von Nieten, Farbe und Kleberesten befreit.

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Jetzt ist die Hardware umgeschraubt und der Oldie zerlegt. Es sollen zwei 3,5″ Festplatte, 1-2 SSDs und ein Brenner im Gehäuse Platz finden, für eine dolle Lüftersteuerung, Netzschalter, Betriebsleuchte, USB, Frontaudio etc. bleibt kein Platz in der Dose. Also muss ein Gehäuseanbau her. Wie dieser aussehen wird ist nächste Woche hier zu sehen.

Nun geht es weiter mit dem Gehäuseanbau in Form einer Konsole die auf dem Gehäuse angebracht wird. Nach anhaltender Ideen-Armut hatte ich bei einem Tankstellenbesuch, welcher seine Uralt IT – Teile für einen Euro pro Stück verscherbelt hat, die zündende Idee.

Die Konsole wird nun aus einem prähistorischen Druckerumschalter (Parallelport) gefertigt und wird die Lüftersteuerung sowie USB, Frontaudio und Schalter beinhalten.

Zunächst mal eine Zeichnung:

Neue Bitmap

— So soll das gute Stück ungefähr aussehen —

Zuerst wird das Teil zersägt und die Farbe runtergeschliffen. Dann werden die Teile für die Schalter zugeschnitten und die Platine für Front -Audio und USB eingepasst. Nur noch die Kanten am Bodenblech einsägen und biegen. Alle Bohrlöcher werden eingesenkt. Es wird aussehen als wenn ein Laufwerk aus dem Gehäuse ragt.

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Erstmal alles blank schleifen und in entsprechende Teile zuschneiden, Löcher bohren und einsenken. Die alte Parallel-Dose wurde komplett aufgebraucht (beste Altmetallverwertung).

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Die Platine mit Audio und USB-Anschlüssen stammt aus dem Hause Silverstone und hat mit etwas Nachhilfe jetzt am USB 2.0 Anschluss 2,5 Ampere Stunden.

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Konsole fast fertig L

Konsole fast fertig R

Um die Ritzen im unteren Teil, und den Millimeter zur Lüftersteuerung verschwinden zu lassen, muß noch ein passgenaues Teil her. Mit kleinen eckigen Löchern habe ich so meine Probleme. Die Löcher für die Schalter wurden mit einem Konusbohrer gemacht. Die Verblendung wird nachher durch die Schalter gehalten.

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Schön, wenn alles passt! Der Lack kommt später. Die Konsole besteht aus folgenden Teilen:

  • Uralt Druckerumschalter
  • Scythe Kaze Master II Lüftersteuerung mit versenkbaren Reglern, Temparaturnanzeige,
  • Sensoren und Tachometer regelbar von 3,7V – 13,8V für vier Lüfter.
  • Silverstone Platine mit Front Audio & USB
  • Dimas Tech Vandalismus Stahl Taster mit LED-Ring (Power & Reset Taster sowie HDD & Power LED)

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So, Feierabend nächste Woche geht es weiter…..