Reste für Papa

Irgendwann letztes Jahr hat der prähistorische Rechenknecht meines Vaters gekündigt und es musste ein neuer her. Also haben wir aus unseren Resten einen neuen Rechner gebaut.

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Das Spendergehäuse (Rentnerkiste) hatte ungefähr 1000 leer  gerauchter Tabakbeutel und div. 1000 Stunden Hochleistungs-Solitär hinter sich. Nach ein paar Behandlungen im Geschirrspüler und einer Dose Waschbenzin hatte es seine ursprüngliche Farbe wieder. Der Ekel & Aschenbecherfaktor waren nun beseitigt.

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Nach erfolgreicher „Entnikotisierung“ geht es nun ans Heraustrennen überflüssiger Gehäuseteile um Platz für große Lüfter und Seitenfenster zu machen. Der Festplattenkäfig wurde herausgeschnitten und die Kanten mit einem Kederband versehen.

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Die „Reste für Papa“ bestehen aus:

  • Platine: Asus P6B Workstation
  • Ram: 12 GB DDR3 Ram Corsair
  • Prozessor: Intel I7 930 3,0 GHz
  • CPU-Kühler: Prolimatech Megahalems
  • Lüfter: Noctua 12cm & Noisblocker Black Silent Pro
  • Netzteil: Tagan Easycon 580W Modular
  • ODD: LG BluRay  Brenner
  • DeLock: 2x Halterlose 3,5″ HDD Rahmen
  • HDD: 2x WD Green 500 GB
  • HDD: 1xWD Black 600 GB
  • Grafik: AMD Radeon X1300… Passiv
  • OS: WINDOWS 7 Ultimate & Debian 8 (KDE Plasma)

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Für einen Reste PC noch ganz brauchbare Hardware.

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Die Hardware ist drin. Ein paar Rollen drunter. Jetzt noch ein Fenster aus der Heimwerkerschublade zusammenzimmern damit dieses Monstrum von Kühler in die Kiste passt. Eloxiertes Aluminium ist ungeeignet, wenn Ihr es im Nachgang lackieren wollt (Ihr schleift euch kaputt). Folgendes Material wird für ein schnelles Fenster benötigt:

  • Kederband
  • Acrylglas
  • Blechprofil (kein Alu!)
  • Kunststoffprofil
  • eine Hand voll Blechschrauben

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Nur noch die Front verkabeln und eine Dose Hammerite-Lack an Seitenteile, Deckel und Front., zwei Paar kleine Schrankrollen dienen als Füße.

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Damit das Seitenfenster etwas besser zur Geltung kommt, habe ich noch ein paar Kaltlichtkathoden aus der alten Moddingkiste eingebaut. Die Beleuchtung lässt sich ausschalten.

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Es leuchtet blau!

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Sieht aus wie ein alter Schaltschrank.

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Der Rechner läuft auf Anhieb und leuchtet schön. Die Festplatten lassen sich dank trägerloser Quickports der Marke DeLock einfach austauschen. Nur noch Windows drauf und fertig. Das mit dem „und fertig“ dauerte noch ein paar Stunden. „Fertig“ war der Rechner erst nach 931 Updates.

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Fazit:

Die blau beleuchtete, gutaussehende Designer Reste Maschine mit acht logischen Kernen 12GB Ram, drei Festplatten, einem 580 Watt Netzteil und einer lauwarmen Grafikkarte sowie zwei 12 Zentimeter Propellern liess sich mit einfachen Mitteln aufmotzen und wird noch diverse Tausend Solitärrunden ohne Schaden und Performanceeinbrüchen überstehen.

Invest:

  • Etwas handwerkliches Geschick
  • 60€ für Festplattenrahmen und BD-Brenner
  • 20€ für ein bischen Krempel aus dem Baumarkt (Farbe & Profile etc.)
  • ca. 10 Stunden reine Arbeitszeit

 

 

Schwermetall

Dieses Monstrum wiegt runde 20 Kilo und macht Lärm wie ein Flughafen!  Allein das Gehäuse aus dem Hause SYSCON aus Stahlblech nach Hause zu schaffen war ein echter Krampf (wir waren noch jung und hatten kein Auto). Zuerst diente die Donnerbüchse als Allround PC mit allem was die Nachrüstscene zu bieten hatte. Anschließend wurde die Maschine zum Game-Server für LAN-Games umfunktioniert, da waren noch Spiele wie Counter-Strike und Quake I&II am Start.

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Zum Innenleben:

  • Brett: ASUS P2B LS (SCSI)
  • Hirn:  Intel Pentium 3 mit 600 Mhz
  • Riegel: 3x Infineon 256 MB SD-Ram
  • Graka: Crative 3D Blaster Geforce 2 Ultra
  • Sound: SB AWE 64
  • TV: Hauppauge WIN-TV Hardware Decoder
  • Controller: ADAPTEC: Fire-Wire & USB(PCI) & SCSI 3940 U2W LVD/SE (on Board)
  • Power: Enermax 465 Watt (mit Regeler)
  • Platten: IBM SCSI U2W  2x 4,5GB
  • & IBM SCSI U2W 2x 9,2 GB
  • CDRW: Plextor 12/10/32x Brenner SCSI
  • CD: Plextor 40x SCSI
  • DVD: Pioneer SCSI open Code
  • Floppy SCSI (sehr selten)
  • ZIP 100 SCSI

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Jetzt noch ein bischen SCSI Fachchinesisch für Hobby IT Opas:


 

Bis zu 14 Geräte an einen Controller zu stöpseln und brauchbar zu verwalten, war vor rund 16 Jahren nur mit einem SCSI – Adapter von Adaptec möglich, außerdem sind die Transferraten selbst heute noch passabel.

In diesem Fall kam ein Controller des Typs Adaptec 3940 U2W LVD/SE zum Einsatz. Das Teil leistet heute noch seinen Dienst und ist glücklicherweise auf ein Mainboard von ASUS gelötet worden, und wird nur noch aus ideologischen Gründen als offline Musikschleuder betrieben.

An dieser LVD Strippe hängen vier Enterprise Kreissägen aus dem Hause IBM und ein Terminator (hat damals auch in der Geldbörse reichlich terminiert). Das „RAID 0“ schreibt 125 MB pro Sekunde (Sektorngröße: egal) auf die Scheiben, auch die beiden „RAID 1“ Platten werden als Spiegel im System kaum bemerkt. Am restlichen Controller hängen noch weitere fünf 50 polige SCSI-Geräte. Neben CD-Brenner & Leser , DVD, ZIP100 ist selbst das Floppy ein SCSI Laufwerk.

Damit konnten wir alle anderen Datenkanäle im BIOS abschalten! Da SCSI-Geräte /Controller unabhängig voneinander ihre Jobs erledigen und keine Spur mehr von IDE Komponenten im System vorhanden sind, gibt es auch keine Leistungseinbrüche. Und weniger „Sanduhren & Fortschrittsbalken“.